Wurzelspitzenresektion

Eine Wurzelspitzenresektion wird dann notwendig, wenn vorherige Wurzelkanal-behandlungen oder Revisionen nicht zum gewünschten Erfolg geführt haben. Das kann aus verschiedenen Gründen der Fall sein:

Der Wurzelkanal verzweigt sich stark im unteren Bereich, man kann deshalb nicht alle Seitenkanäle bei der Wurzelkanalbehandlung erreichen.

Der Zugangsweg von oben ist durch einen Verankerungsstift versperrt.

Wenn sich eine sehr große Zyste an der Wurzelspitze gebildet hat, die operativ entfernt werden muss.

Bei einer Wurzelspitzenresektion wird zunächst das Operationsgebiet mit Hilfe zahnärztlicher Spritzen betäubt. Anschließend wird ein Schnitt vorgenommen (Bild 1) und das Zahnfleisch weggeklappt (Bild 2).

Bild 1: Zahnfleischschnitt
Bild 1: Zahnfleischschnitt
Bild 2: Zahnfleisch wird weggeklappt
Bild 2: Zahnfleisch wird weggeklappt

Danach wird der Knochen über der Wurzelspitze entfernt (Bild 3). Die Wurzelspitze wird vorsichtig abgetrennt (Bild 4).

Bild 3: Knochen über der Wurzelspitze ist entfernt
Bild 3: Knochen über der Wurzelspitze ist entfernt
Bild 4: Wurzelspitze wird abgetrennt
Bild 4: Wurzelspitze wird abgetrennt

Dann wird sie zusammen mit einer eventuell vorhandenen zystischen Entzündung entfernt (Bild 5).

In manchen Fällen wird es notwendig, den Wurzelkanal retrograd (d.h. von der Wurzelspitze her) mit einem dichten Material zu füllen. Dazu wird mit Hilfe eines feinen Ultraschallgeräts der Wurzelkanal von unten aufbereitet (Bild 6).

Bild 5: Wurzelspitze ist entfernt
Bild 5: Wurzelspitze ist entfernt
Bild 6: Aufbereitung mit Ultraschall
Bild 6: Aufbereitung mit Ultraschall

Der aufbereitete Wurzelkanal wird nun mit knochenverträglichem Material dicht gefüllt (Bild 7). Die Wunde wird gründlich gesäubert und vernäht (Bild 8).

Bild 7: Retrograde Füllung
Bild 7: Retrograde Füllung
Bild 8: Wunde ist vernäht
Bild 8: Wunde ist vernäht

Die Nähte werden nach sieben Tagen entfernt. Es erfolgt eine röntgenologische Kontrolle sowie die Aufklärung über das Verhalten nach einem operativen Eingriff.

Sechs Monate nach der Operation hat sich der Knochen vollständig regeneriert.

Über die individuellen Risiken des Eingriffs werden Sie in einem persönlichen Gespräch aufgeklärt.