Schleimhautplastiken und -transplantate

Für den sicheren Halt von Prothesen oder die stabile Funktion von Implantaten benötigt man eine straffe, verhornte Gingiva (Zahnfleisch). Diese befindet sich aber nicht immer in den benötgten Bereichen. Daher werden kleine operative Eingriffe notwendig, mit denen man die beweglichen Anteile des Zahnfleischs etwas verlagert, so dass sich vermehrt befestigte Gingiva bilden kann.

Gelegentlich kann es dafür auch notwendig werden, Schleimhaut oder Bindegewebe aus dem Gaumen zu entnehmen und an die gewünschte Stelle zu transplantieren.

Eine solche Transplantation wird vor allem bei extrem freiliegenden Zahnhälsen (Bild 4) oder Zahnwurzeln durchgeführt. Dafür wird zunächst an der Defektstelle ein Empfängerbett vorbereitet (Bild 5).

Bild 4: Freiliegender Zahnhals
Bild 4: Freiliegender Zahnhals
Bild 5: Empfängerbett wird vorbereitet
Bild 5: Empfängerbett wird vorbereitet

Anschließend wird ein passendes Implantat aus dem Gaumen entnommen (Bild 6) und an die Defektstelle verpflanzt (Bild 7).

Bild 6: Schleimhaut wird aus Gaumen entnommen
Bild 6: Schleimhaut wird aus Gaumen entnommen
Bild 7: Schleimhaut ist an Defektstelle verpflanzt
Bild 7: Schleimhaut ist an Defektstelle verpflanzt

Zum Schutz der Wunde am Gaumen muss danach für einige Tage eine Verbandsplatte (Bild 8) getragen werden. Nach Abheilung der Wunden ist der zahnhals wieder bedeckt und die Ästhetik wieder hergestellt.

Bild 8: Verbandsplatte
Bild 8: Verbandsplatte
Bild 9: Gedeckter Zahnhals
Bild 9: Gedeckter Zahnhals